Startseite > Themen und Aktionen > Sozialverband vor Ort > Selbsthilfegruppe Angst, Panik, Depression in Anrath
Selbsthilfegruppe Angst, Panik, Depression in Anrath PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 24. Februar 2015 um 17:43 Uhr

Große Resonanz

Der Informationsabend von KOLPING zu Depression und Selbsthilfe in Anrath hatte eine große Resonanz.  Anmeldungen zu einer Gruppe überstiegen bereits die Kapazität.

Der Informationsabend des Kolping Diözesanverbandes Aachen fand ein überraschend großes Interesse in der Öffentlichkeit. Mehr als 30 Interessierte fanden den Weg in die Josefshalle, wo Martin Thees, Beauftragter des Diözesanvorstandes, durch ein Informationsprogramm zu Depressionen, Selbsthilfe und KOLPING-Engagement führte. Begleitet wurde er vom Team der Anrather Gemeinschaftspraxis Schronhof und zwei Betroffenen aus der Süchtelner Kolping-Selbsthilfegruppe.
Dass jeder Mensch psychisch krank werden kann, zeigte sich eindrucksvoll in einem Filmdokument, das den schleichenden Prozess der Erkrankung selbst eines Oberarztes in einer psychiatrischen Klinik zeigt. Anke Otten aus Niederkrüchten und Christel Thees aus Süchteln gewährten Einblick in ihre eigene Erkrankung und stellten sich den Nachfragen aus dem Teilnehmerkreis. Hildegard Cattien und Sabine David von der Gemeinschaftspraxis Schronhof assistierten mit fachlichen Erläuterungen und Erfahrungen aus ihrer Praxis.

Zunehmend öffneten sich im Kreis der Interessierten Zuhörerinnen und Zuhörer, die mutig über ihre eigenen Krankheitswege berichteten und deutlich den Wunsch nach Selbsthilfe zum Ausdruck brachten. Weil sie so oft auf Unverständnis und Ablehnung stoßen, brauchen sie einen Ort, an dem sie auf Menschen treffen, die sie verstehen, also auf ebenfalls Betroffene. Genau das ist das Konzept einer entsprechenden Selbsthilfegruppe. Hildegard Cattien und Sabine David werden ehrenamtlich für die Leitung in Anrath zur Verfügung stehen.

KOLPING sieht in seinem Engagement eine mögliche Umsetzung von Adolph Kolpings Auftrag: „Die Nöte der Zeit werden euch lehren, was zu tun ist.“ „Depressionen, Angst und Panikattacken sind heute Nöte der Zeit, denen wir uns jetzt bei KOLPING stellen.“, so Martin Thees. Pastor Markus Poltermann von der Anrather Gemeinde St. Johannes erläuterte sein eigenes Engagement und begrüßte ausdrücklich die Zusammenarbeit mit KOLPING. „Wir sind froh, dass KOLPING in Anrath ein solches Vorhaben initiiert hat. St. Johannes steht voll dahinter.“

Mit 15 ersten Anmeldungen zu einer Gruppe in Anrath ist diese jetzt schon überzeichnet, so dass noch am Abend in Überlegungen für eine zweite Anrather Gruppe eingestiegen wurde. Interessierte können sich melden in der Gemeinschaftspraxis Schronhof, Tel. Frau Cattien 02156 953 9322.

Martin Thees
 

Aktuelle Themen

                    ***