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Kolpingwerk fordert Finanztransaktionssteuer PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 19. Juli 2011 um 10:17 Uhr

Landesvorsitzender Karl Schiewerling einstimmig wiedergewählt

Münster. Karl Schiewerling bleibt Landesvorsitzender des Kolpingwerks in Nordrhein-Westfalen. Die Landesversammlung des katholischen Sozialverbandes bestätigte den Bundestagsabgeordneten am Wochenende in Münster in geheimer Wahl einstimmig im Amt.

In ihrer Auseinandersetzung mit drängenden Fragen sprach sich die Versammlung für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer aus. Dies sei der einzige Weg, um Transparenz in die großen Finanzströme zu tragen. Die Erträge aus dieser Steuer sollen in die Entschuldung der hoch verschuldeten Staaten fließen. „Mit großer Sorge sehen wir, dass die Spekulationsblase an den Finanzmärken schon wieder wächst“, so Karl Schiewerling, „dem müssen wir Einhalt gebieten.“ Die Bundesregierung wird aufgefordert, diese Steuer in den G-20-Staaten durchzusetzen.

In seinen bildungspolitischen Aussagen fordert das Kolpingwerk die Landesregierung in NRW auf, den Religionsunterricht in den Berufsschulen zu erhalten, und die Kirchen, die notwendigen Lehrer dafür zur Verfügung zu stellen. „Religionsunterricht ist kein schmückendes Beiwerk, sondern in einer Zeit der Sinn- und Wertsuche von  zentraler Bedeutung“, betonte der Landesvorsitzende.

Das Kolpingwerk ist ein katholischer Sozialverband und geht zurück auf den Priester und Sozialreformer Adolph Kolping. Er entwickelte im 19. Jahrhundert die katholische Soziallehre mit, die die Würde des Menschen in den Mittelpunkt allen gesellschaftlichen Handelns stellt. Dem Verband gehören heute landesweit rund 95.000 Mitglieder an, im Bistum Aachen sind es etwa 3500. Aus Aachen nahm der Diözesanvorsitzende Martin Thees, der zugleich Mitglied des Landesvorstandes NRW ist, an der Landesversammlung teil.  

Datum, 19. Juli 2011

Verantwortlich:
Martin Thees, Kolping Aachen