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Martinus-Aktion in Aldenhoven unterstützt das indische Kolpingwerk PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 02. November 2011 um 15:41 Uhr

In Deutschland wird jährlich am 11. November der Martinstag begangen. Es ist der Gedenktag des Heiligen Martin von Tours. Zahlreichen Bräuchen, wie z.B. Martinsgansessen, der Martinszug oder das Martinssingen, werden an diesem Tag begangen. Viele Legenden erzählen von dem Leben des bescheidenen und gütigen Heiligen, der als Bischof und Wohltäter berühmt wurde. Die bekannteste erzählt, wie Martin als junger Soldat mit einem Bettler am Straßenrand seinen Mantel teilt.  

Das Teilen steht auch im Mittelpunkt der jährlichen Martinus-Aktion in Aldenhoven. Seit über 30 Jahren unterstützt der Verein weltweit Projekte, die unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“, Menschen eine neue Lebensperspektive geben. Die Martinus-Aktion unterstützt in diesem Jahr ein Milchvieh-Projekt des Kolpingwerkes Indien. Die Erlöse des traditionellen Martinsmarkt am 06. November und des gesponserten Martinus-Lauf der Kähte-Kollwitz-Realschule, sowie weitere Spenden und Kollekten, sind für den Partnerverband des Kolpingwerkes Aachen bestimmt. „Es ist großartig, dass die Martinus-Aktion das Milchprojekt ausgewählt hat. Somit kann vielen Menschen geholfen werden, einen Weg aus der Armut zu finden“, freut sich Harmut Otten, Diözesansekretär des Kolpingwerk Aachen.

„Millionen von Menschen leben in Südindien unter katastrophalen Bedingungen. Besonders in den ländlichen Gebieten sind die Kinder chronisch unter- und mangelernährt. Auch die Erwachsenen leiden unter Armut und Not“, weiß Hartmut Otten,  der anlässlich der 30-Jahresfeier des indischen Kolpingwerkes im Februar dieses Jahres den größten Staat in Südasien besuchte. „Das Kolpingwerk Indien führt mit dem Milchvieh-Projekt in dieser Region eine effiziente Form der Armutsbekämpfung durch. Denn eine Milchkuh verbessert die Ernährung spürbar. Dies kommt besonders den Kindern zugute. Mit den Einnahmen, die der Verkauf der Milch erwirtschaftet, können wichtige Ausgaben bestritten werden, beispielsweise die Schulausbildung der Kinder oder Medikamente im Krankheitsfall“, erläutert Hartmut Otten.

Der überwiegende Teil der indischen 1.186 Kolpingsfamilien ist im Süden Indiens angesiedelt. Die mehr als 22.000 Kolpingmitglieder gehören fast ausschließlich der untersten Kaste an, zählen somit zu den ärmsten Bevölkerungsschichten. Kurz nach der Gründung des indischen Kolpingwerk begann die Partnerschaftsarbeit zwischen den Kolpingsgeschwistern in Indien und Aachen. Neben dem Milchviehprojekt unterstütz das Kolpingwerk Aachen u.a. auch weitere Kleingewerbe oder Mikrokredit-Projekte. Mit viel Engagement, Ideenreichtum und  Klinkenputzen zur Spendenakquise beteiligen sich viele Kolpingsfamilie an der Partnerschaft. „Bei jedem Besuch in Indien wird deutlich, dass unsere Partnerschaft keine Einbahnstraße ist. Manches müssen wir Europäer auch wieder von den Indern lernen, wie z.B. Genügsamkeit, Zufriedenheit und Improvisationstalent“, verdeutlicht Otten einen wichtigen Aspekt der Partnerschaft.    

 

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